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Schule statt Straße
wurde 1994
von jungen Berufstätigen, dem Ingenieur Martin Klein und
dem Journalisten Reinhard Backes, ins Leben gerufen, um
Kindern und Jugendlichen in unterentwickelten Ländern
Zukunft zu geben.
Die Initiatoren sind Mitglieder der katholischen
Personalprälatur
Opus Dei.
In enger Kooperation mit der gemeinnützigen
Rhein-Donau-Stiftung e.V. (München/Köln), die vor allem in Zentral- und
Südamerika, aber auch Afrika tätig ist, hilft Schule statt Straße
seitdem bei der Renovierung
oder dem Neubau von Schulen.
Aus einer eher
zufälligen Begegnung mit dem in der
Entwicklungszusammenarbeit tätigen Guatemalteken Armando
Secaira erwuchs 1994 das Modell Schule statt Straße, das
bis heute Bestand hat:
Junge
Deutsche, Schüler, Auszubildende und Studenten fliegen
in ein Gastland, um in wochenlanger Arbeit bei der
Renovierung oder dem Bau von Schulen zu helfen,
vorwiegend Grundschulen. Seit 1994 haben weit mehr als
120 junge Freiwillige an den Projekten von Schule statt Straße
teilgenommen.
Nach Angaben der
Vereinten Nationen zählt Mittelamerika zu den armen
Regionen der Erde. In Nicaragua liegt das
durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen bei etwa 400 Dollar
im Jahr. Ohne Bildung und eine gerechtere Verteilung der
Ressourcen wird sich daran nichts ändern. Viele
Heranwachsende haben
nicht einmal die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen.
Von den Projekten
profitieren beide Seiten: Neben der materiellen Hilfe,
die sie erfahren, motiviert das Engagement der jungen ausländischen
Gäste die Einheimischen. Junge Deutsche
lernen, unter bisher nicht gekannten Bedingungen zu
leben; Umstände, die in den Gastländern für Millionen
alltäglich sind, bestimmen für Wochen nun auch ihren
Alltag - eine wertvolle Erfahrung. |